Östliches Mittelmeer

Mit mein Schiff Herz durchs östliche Mittelmeer vom 15.9. bis 24.9. 2019

Und wieder einmal geht es auf Kreuzfahrt. Diesmal erkunden wir das östliche Mittelmeer.

Mehrere Länder, bekannte Städte, ein schwimmendes Hotelzimmer, täglich ein anderes Ziel und immer ein fantastisches Essen, was will man mehr.

Wir fliegen zunächst von Frankfurt nach Valletta auf Malta und kommen leider erst abends an, sodass wir nur noch im Hotel einchecken können.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Da wir gut geschlafen haben und bis zur Stadtbesichtigung noch etwas Zeit bleibt, erkunden wir die nähere Umgebung des am Strand liegenden Hotels.

Der Inselstaat zählt mit seinen drei bewirtschafteten Inseln Malta, Gozo und Comino auf ca. 316 qkm zu den Zwergstaaten (ist etwa so groß wie Bremen). Mit rund 500.000 Einwohnern gilt Malta als der Staat mit der fünfthöchsten Bevölkerungsdichte weltweit. Der Großteil der Bevölkerung konzentriert sich auf die Hauptstadtregion um Valletta.

Malta hat eine sehr wechselvolle Vergangenheit, stand unter verschiedener Herrschaft. Seien es die Byzantiner, Römer, Araber, Normannen oder der Johanniterorden, jeder hat hier seine Fußabdrücke hinterlassen.

Tag 1: Stadtausflug Malta

Nach dem ausgiebigen Frühstück beginnt unser Stadtausflug um die historischen Gebäude rund um Valletta in Augenschein zu nehmen. Unser erstes Ziel ist im Zentrum von Mosta die Rotunde. Die Maria-Basilika wurde 1865 nur sonntags und ohne Bezahlung der Arbeiter von den Einwohnern der Stadt gebaut.

Weiter fahren wir in die Stadt Rabat, um vom Howard Garden aus durch das Hauptstadttor die alte Hauptstadt Mdina zu betreten. In der im 9.Jahrhundert von Arabern gebauten Festung sind Bischofspalast, Kathedrale, Kathedralmuseum und verschiedene Ordenshäuser sehenswert. Der Spaziergang durch die engen Gassen mit ihren typischen maltesischen Häusern mit Balkonen ist ganz romantisch.

Danach geht es schon Richtung Hafen, um uns für die nächsten Tage auf dem Kreuzfahrtschiff einzuchecken.

Mein Schiff Herz erwartet uns schon mit der vorbereiteten Kabine 9038 und großartigen gut gekühlten Cocktails.

Den Nachmittag relaxen wir auf dem Sonnendeck und sehen dem Signal „Leinen los“ Richtung Kreta entgegen.

Nach dem vorzüglichen Diner (ala Johann Lafer) steht noch die Seenot-Rettungsübung auf dem Plan. Anschließend begrüßt uns der Kreuzfahrtdirektor offiziell auf dem Schiff. Nach einem Absacker geht es dann in die Koje.

 

Tag 2: Seetag

Nach einem ausgiebigen und guten Schlaf erwartet uns ein Lachsfrühstück im Atlantik Klassik Restaurant.

Heute haben wir einen Seetag vor uns, mal sehen wir diese Zeit gestalten.

Das Tagesprogramm ist vielfältig. Wir schauen uns die Präsentation der Ausflüge an, um zu entscheiden welche Ziele wir uns aussuchen. Wir wollen die einzelnen Standorte auf eigene Faust entdecken und holen uns nur Hinweise.

Unser Tagesprogramm heißt faulenzen und genießen.

Abends besuchen wir die Show im Theater.

 

Tag 3: Heraklion / Kreta

Die größte griechische Insel Kreta begrüßt uns mit ihrer Hauptstadt Heraklion.

Der Fußmarsch ist vom Hafen aus gut ausgeschildert und somit einfach zu meistern.

Wie im gesamten südeuropäischen Raum finden wir auch hier Zeugen unterschiedlicher Vorherrschaften.

Unsere Kultur- und Shopping-Tour führt zunächst zur Hafenfestung Koules aus dem 16. Jahrhundert am venezianischen Hafen, an dem auch die venezianischen Arsenale (Lagerhallen) erhalten sind. Sie schützte lange Zeit den Zugang zu einem der wichtigsten Häfen der Republik Venedig.
Der Ring der venezianischen Festungsmauern mit den vorgelagerten Bastionen und Wallgräben ist von Grünanlagen gesäumt und praktisch vollständig erhalten.

Weitere Zeitzeugen der Venezianer finden sich im Stadtzentrum, wie z.B. die venezianische Loggia.  In der Marktstraße Odos 1866 herrscht lebhaftes Gedränge an den Marktständen, die Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände aller Art feilbieten. In den Seitengässchen befinden sich zahlreiche Lokale.

Das Herz der Stadt bildet der 1628 erbaute Morosinibrunnen (Löwenbrunnen) auf der von Platia Venizelou. Zahlreiche Straßencafés laden hier zum Verweilen ein, so auch uns nach einem langen Spaziergang. Gegenüber spielt ein Blasorchester beschwingte Melodien zur Freude der Touristen.

Die Agios-Titos-Kirche, die dem ersten Bischof von Kreta geweiht wurde, beherbergt mit dem in Gold gefassten Schädel des Heiligen Titos eine hoch verehrte Reliquie.

Die Hauptstraße lädt in Boutiquen und kleinen Shops mit inseltypischen Produkten und Souvenirs zum Shoppen ein. Wir erstehen leckeres Olivenöl eines kleinen kretischen Familienbetriebes.

Zurück an Bord gibt es erst mal einen wohl verdienten Drink, bevor wir uns zum Diner bereit machen.

Tag 4: Santorin

Da wir mit unserem großen Schiff nicht in der Hafenstadt Thira auf Santorin ankern können, werden wir mit Tenderbooten an Land gebracht. Thira gilt als eine der schönsten Städte Griechenlands. Das kann man unkommentiert so stehen lassen, da die „weiße Stadt“ mit ihren blauen Kuppeln der Kirchen im Sonnenlicht leuchtet. Sie liegt am Kraterrand der Caldera eines ehemaligen Vulkans und bietet einen atemberaubenden Ausblick. Um das genießen zu können, müssen wir erst einmal an der Seilbahn anstehen. Alternativ kann man den sehr steilen Anstieg über den „Eselspfad“ laufen oder gleich ein Maultier mietet. Wir entscheiden uns für die bequeme Seilbahn und sind Minuten später oben am Kraterrand. Von dort aus führen schmale romantische Gassen durch die Altstadt, an denen viele Shops für die Touristen Waren zu ansehnlichen Preisen anbieten. Auch eine Rast in einer Pizzeria muss man sich schwer überlegen, denn man kann schnell mal 100€ für eine drittklassige Pizza und ein mäßiges Bier loswerden, für 2 Personen ist das schon sehr dreist.

Dennoch gefällt uns der Spaziergang durch die verträumten Gassen.  Nun wird es Zeit wieder zum Schiff zu kommen.

 

Tag 5: Piräus / Athen

Heute ist unser Schiff im Hafen von Piräus eingelaufen, der einen idealen Ausgangspunkt für die Erkundung Athens darstellt.

Wir kaufen ein 16€ – Ticket für einen Hop-On-Hop-Off-Bus und schon beginnt unsere Tour zur Akropolis. Hier ist der erste Zwischenstopp, denn dieses berühmte Bauwerk der Antike muss man ja gesehen haben. Die Anlage ist schön und wir verweilen zum Fotografieren.

Weiter geht es mit dem Bus durch die Stadt. Wir passieren u.a. den Zeus-Tempel, Hadrianstor und Olympieion, das Parlamentsgebäude, die Agora, Nationalbibliothek, Nationalmuseum und das Rathaus.

Zur einstigen Altstadt, der Plaka, gehen wir zu Fuß und freuen uns wieder an den so typischen engen Gassen mit den vielen Souvenirshops. Nach einer kleinen Rast wird es Zeit wieder zum Bus zu kommen, der uns bei strömnden Regen zurück zum Hafen nach Piräus bringt.

Diese Hop-On-Hop-Off-Busse sind eine gute Alternative zu teureren Ausflugsangeboten.

 

Tag 6: Seetag

Heute ist wieder ein See-Reisetag Richtung Sizilien. Das ist auch gut so, denn gestern die Stadttour Athen war doch anstrengend.

Wir werden uns dem süßen Nichtstun zuwenden und ein paar leckere Cocktails zu uns nehmen, auch mal die Küche ausprobieren.

Doch zunächst heißt es eine Liege zu ergattern. Diese Unsitte der Touristen, mit Handtüchern die Liegen zu reservieren, gibt es leider auch an Bord. Aber die „Liegenpolizei“ sorgt dafür, dass es nicht überhand nimmt.

Der Seetag wurde uns mit einem „Oktoberfest“ mit deftigen Speisen und Getränken versüßt.

 

 

 

 

Abends sehen wir uns die Musik – Show an.

 

Tag 7: Catania / Sizilien

Vom Schiff aus begrüßt uns der Vulkan Ätna hoch über der Stadt.

Nach dem Frühstück begeben wir uns auf Entdeckertour in die Innenstadt von Catania.

Den Flohmarkt in Hafennähe müssen wir gleich einmal besuchen. Wir spazieren über den traditionellen Fischmarkt weiter Richtung Stadtzentrum zum Wahrzeichen der Stadt, dem Elefantenbrunnen.

Rings um den Piazza del Duomo befinden sich historische Bauwerke, wie z.B. der Palazzo degli Elefanti, dem Sitz des Rathauses der Stadt.

An der Kathedrale Sant’Agata beobachten wir eine Prozession.

An der Via Etnea liegt die Kirche Collegiata mit ihrer sehr schön verzierten Fassade.

Das Amphitheater war in der römischen Kaiserzeit mit 16.000 Sitzplätzen eines der größten auf Sizilien. Das Gebäude mit ovalem Grundriss hat eine Länge von 71 m und eine Breite von 51 m. Errichtet wurde es wahrscheinlich im 2. Jahrhundert.
Unser letztes Ziel für heute ist das  Castello Ursino. Es wurde von Kaiser Friedrich II. im 13. Jahrhundert auf den Grundmauern einer normannischen Befestigungsanlage gegründet. Später wurde es als Gefängnis genutzt, heute ist es ein Museum.

Zurück auf dem Schiff beginnt unser letzter Abend. Wir genießen noch einmal die vorzügliche Küche mit dem 4-Gänge-Menü von Johann Lafer.

Vorspeise:        Saiblings Carpaccio

Vorsuppe:         Sellerieschaumsüppchen

Zwischengang:  Kalbsbäckchen

Hauptspeise:     Hummer

Dessert:            Schwarzwälder Törtchen

Und wer kocht nun zu Hause diese Gerichte nach?

Wir freuen uns auf unsere nächste Reise mit „Mein Schiff“!