Israel

Unsere Rundreise durch Israel vom 31.01. bis zum 07.02.2019

Ankunft am Flughafen Ben Gurion/Tel Aviv gegen 19:30.
Die Einreise verläuft ohne Probleme allerdings dauert die Passkontrolle doch einige Zeit. Israel verzichtet darauf die Pässe zu stempeln dafür werden uns „Gate pässe“ ausgestellt. Diese „Gate pässe“ sollen wir als Passersatz immer mit uns führen.
Nach den Einreiseformalitäten fahren wir noch drei Stunden Transfer zum Hotel Dona Gracia in Tiberias. Trotz der recht späten Ankunft werden wir noch mit einem großzügigen Lunchpaket begrüßt. Das Hotel ist sauber, die Zimmer geräumig. Wir sind zufrieden.

Tiberias 
Tiberias ist eine Stadt in Galiläa im Staat Israel am Westufer des See Genezareth, der nach der Stadt auch „See von Tiberias“ genannt wird.
Tiberias ist eine der vier Heiligen Städte im Judentum, zusammen mit Jerusalem, Hebron und Safed. Tiberias ist mit 43.148 Einwohnern die größte Stadt im Jordantal. Gegründet wurde die Stadt im 10. Jh. von Herodes Sohn Tiberius und war ihm gewidmet. Der See Genezareth liegt 220m unter NN.

Am nächsten Tag nach einem sehr zeitigen Frühstück fahren wir dann weiter in Richtung Haifa – Safed – und Nazareth.

Freitag, 01.02.

Unser erstes Ziel ist die Kapelle von Bertolli Vernuzzi, die 1954 fertig gebaut wurde.. Sie liegt auf dem Berg der Seligpreisung und ist ein schönes, achteckiges Bauwerk mit Sicht auf den See Genezareth und die Golanhöhen.
Der Fußboden der Kapelle ist den Wellen des Sees nachempfunden. Hier soll Jesus die Bergpredigt gehalten haben.

Wir fahren weiter durch Ober Galilea entlang der Golanhöhen. Die Landschaft wird geprägt durch Basalt und die Karstformen im Kalkstein.

Unser nächstes Ziel ist Safed. In Safed leben hauptsächlich strenggläubige, orthodoxe Juden.

Safed liegt 900m hoch und hat ein Künstlerviertel (Cabala/Kabbalah). Viele Künstler, u.a. Madonna, sind regelmäßig hier zu Besuch. Der Künstlerweg ist gesäumt von vielen kleinen Geschäften des Handwerks.

Der nächste Stopp ist in Akko/Accre

1099 endete hier der erste Kreuzzug. Der Templerorden war hier zu Hause. Im 12. Jh. wurde die Festung zugeschüttet und erst seit den 1960er Jahren wird sie wieder ausgegraben.

Weiter reisen wir dann nach Haifa.

Wir besichtigten die Bahai Gärten, die von den Persern gegründet wurden. Die Bahai Gärten liegen auf dem Karmelberg und sind heute in Privatbesitz. Gepflegt werden sie von Freiwilligen, die jeweils ein halbes Jahr unentgeltlich dort arbeiten.

In Haifa sehen wir die deutsche Kolonie die 1865 von Templern gegründet wurden.  Heute sind diese Häuser sehr begehrt.

Das letzte Ziel für diesen Tag ist Nazareth mit der Basilika der Verkündung. Heute leben dort zu 70% Muslime.
Die Basilika ist auf 2 älteren Kirchen erbaut worden. Die erste Kirche stammte von 568.

Der Vatikan bestätigte den Ort mit hic factum est = hier geschah es.

1967 beauftragte der Vatikan den Architekten und Professor Muzzio mit dem Bau einer Basilika. Nach längeren Streitigkeiten wurde die Basilika von Juden aus Beton erbaut. Die Fenster wurden von Chagalls Schülern gefertigt.
Zum Abschluss sehen wir das Haus von Maria und Joseph, die Josephs Kirche erbaut auf den Resten einer byzantinischen Kirche. Zurück geht es über Reinah, Mashad und Kanaan zum Hotel in Tiberias.

Samstag, 02.02.

Heute steht der Besuch eines Kibbuz, eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth und ein Ausflug zu den Golanhöhen auf dem Programm.

Um 08:00 Abfahrt zum Kibbuz am Südufer des Sees. Der Kibbuz Ashdot Ya´akov liegt etwa 500m von der syrischen Grenze entfernt. Er wurde 1924 von Juden aus Russland gegründet. Die Gründer waren Sozialisten und lebten zunächst in Zelten. Heute leben hier 194 Mitglieder auf etwa 600 ha für Landwirtschaft, Milchwirtschaft und Obst. Auch eine Fabrik für Plastikflaschen, die zum Teil auch nach Deutschland geliefert werden gibt es auf dem Gelände.
Zu Beginn war alles Gemeinschaftseigentum, die Mitglieder verdienten kein eigenes Geld. Das hat sich heute jedoch sehr gewandelt. Die Mitglieder erhalten ein Gehalt, müssen aber auch für die Leistungen der Gemeinschaft bezahlen.
Jeder hat ab 67 Jahren einen Anspruch auf eine Rente. Kranke werden durch die Gemeinschaft unterstützt und es gibt ein Altersheim.
Heute werden nur noch Nachkommen von Mitgliedern in die Gemeinschaft aufgenommen. Fremde können hier leben und arbeiten, werden aber keine Kibbuz-mitglieder mehr.

See Genezareth
Nach diesem sehr interessanten Besuch geht es weiter zur Bootsanlegestelle am See. Dort besteigen wir den Nachbau eines historischen Bootes und fahren auf dem See nach Kapanaum.

Kapanaum, die Stadt Jesus

In der historischen Stätte gibt es viele Ausgrabungen, aber auch moderne Kirchen werden gebaut. Aus Kapernaum stammen auch mehrere Jünger Jesu: die Brüderpaare Simon Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, außerdem der Zöllner Levi, genannt Matthäus.
Unter der Kirche, die im Jahr 2008 errichtet wurde, befindet sich das Haus des Petrus, in dem auch Jesus übernachtet haben soll. Unser Mittagessen nehmen wir im Restaurant von Ali ein. Es gibt hier den Petrusfisch, den es nur im See Genezareth geben soll und der eine Delikatesse ist.

Nach dem Essen fahren wir weiter zu dem Basaltmassiv der Golanhöhen bis fast an die syrische Grenze. In einer Höhe von 1165m ist es noch eiskalt und der Wind pfeift uns um die Ohren. Als Souvenir bringen wir uns sehr schmackhaften Honig mit, der dort oben angeboten wird.
Noch heute kann man die Stellungen der syrischen Armee besichtigen. Die Golanhöhen sind im geographischen Sinne ein dünn besiedelter, hügeliger Landstrich im Nahen Osten. Obwohl eigentlich Teil Syriens, befinden sich die Golanhöhen seit 1967 zum größten Teil unter israelischer Kontrolle.

In der Ferne sieht man den mit 2835m Schnee bedeckten höchsten Berg Chermon.

Anschließend fahren wir zurück zum Hotel. Abends ist Kofferpacken angesagt denn am nächsten Morgen reisen wir weiter nach Jerusalem.

Sonntag, 03.02.

Nach dem Frühstück ist Kofferschleppen angesagt. Unser Busfahrer hält sich beim Verladen sehr zurück, er sieht seinen Job wohl nur als Fahrer.
Durch das Jordantal entlang der jordanischen Grenze geht die Fahrt Richtung Jerusalem.
Der nächste Stopp ist am Nationalpark Bet She´an, eine römisch/byzantische Ausgrabungsstätte.
Die Stadt Skythopolis hatte einst bis zu 150.000 Einwohner. Am Haupteingang befindet sich das Ende eines 22km langen Aquädukts mit Springbrunnen und einem kleinen Wasserfall. In der Stadt befand sich ein Badehaus mit Fußbodenheizung es wurden Massagen, kosmetische Anwendungen und viele andere Wellnessangebote gemacht. In dem Amphitheater finden auch heute noch Aufführungen und Musikveranstaltungen statt. Obwohl erst 1 – 1,5% der Anlagen ausgegraben sind, ist die Stadt wirklich sehenswert.

Wir fahren weiter durch das Westjordanland durch die A B C – Zonen in Richtung Jericho.

Das Westjordanland ist in drei Zonen unterteilt:

  • Zone A (18%): Die großen palästinensischen Städte, theoretisch unter autonomer Verwaltung; allerdings hat die israelische Militärverwaltung jederzeit das Recht einzugreifen, z.B. um Häuser zu durchsuchen und Verhaftungen vorzunehmen
  • Zone B (20%): Kleinstädte mit palästinensischer Autonomie in zivilen Angelegenheiten und Kooperation mit Israel in allen sicherheitsrelevanten Belangen
  • Zone C (62%): Unter vollständiger israelischer Kontrolle.

Jericho liegt im Jordantal im palästinensischen Autonomiegebiet.
Jericho ist mit 6000 Jahren die älteste noch lebende Stadt, sie wird auch Stadt der Datteln genannt. Von einem Markt am Stadtrand hat man einen großartigen Blick auf den „Berg der Versuchung“, eine der wichtigsten Stätten der christlichen Glaubensgeschichte. An einer steilen Felswand wurde das Kloster Quarantal errichtet. An diesem Ort soll Jesus 40 Tage lang gefastet haben und vom Teufel in Versuchung geführt worden sein.
Unser Weg nach Jerusalem führt uns nach Qumeran, eine antike, in Ruinen erhaltene Siedlung auf einer flachen Mergelterrasse im Westjordanland nahe dem Nordwestufer des Toten Meeres. Der Ort war seit etwa 800 v. Chr. zeitweise besiedelt.

1947 wurde von einem Ziegenhirten Amphoren mit Schriftrollen gefunden.

Unter den Schriftrollen befanden sich Teile oder vollständige Kopien von allen Büchern der hebräischen Bibel. Auch Kopien von einigen dieser heiligen Bücher sind in althebräischer Schrift geschrieben. Diese Schriftrollen sollen die Grundlage der Thora sein.

Der nächste Stopp ist Bethlehem.
Die Stadt lebt zum großen Teil vom Tourismus. Nur 7% der dort lebenden Menschen sind Christen. Ein Muss ist natürlich der Besuch der Geburtskirche. Sie ist eine 5-schiffige Basilika mit 44 monolithischen Säulen. Da die Osmanen im 16. Jh. alles geplündert hatten, ist der größte Teil der Marmorarbeiten aus den 20er Jahren.

Nächstes Ziel ist das Hotel Seven Arches auf dem Ölberg mit einem wundervollen Blick auf den Tempelberg und die Altstadt von Jerusalem.

Montag, 04.02.

Jerusalem ist eine Stadt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer mit rund 880.000 Einwohnern. In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das muslimische, jüdische, christliche und armenische Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben.

Nach dem Frühstück ist Abfahrt zum Felsendom. Der Felsendom in Jerusalem ist der älteste monumentale Sakralbau des Islams und eines der islamischen Hauptheiligtümer. Er steht auf dem Tempelberg im südöstlichen Teil der Altstadt Jerusalems.

Die Altstadt von Jerusalem erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 1 km². Sie ist definiert als das Areal, das von der Stadtmauer Süleymans des Prächtigen aus dem 16. Jahrhundert umschlossen wird.
Die Tore der Altstadt Jerusalems sind von besonderer Bedeutung. Durch diese Zugänge kamen und gingen die Menschen, eroberten die Stadt und trieben Jahrtausende lang Handel – und bis heute hat sich nicht viel daran geändert.

Das Damaskus Tor
Das Damaskus Tor beeindruckt von allen Pforten am meisten. Es wurde 1542 in Gebrauch genommen und stellt eines der schönsten Beispiele islamischer Baukunst in Jerusalem dar.

Das Zions Tor
Entlang des südlichen Teils der Befestigungswälle steht das Zions Tor, es gewährt Einlass in das jüdische Viertel der Altstadt. Es trägt seinen Namen, da es dem Zionsberg gegenüberliegt. Bis heute sieht man die Einschusslöcher der Kugeln aus dem Unabhängigkeitskrieg von 1948.

Das Jaffa Tor
Dieses Tor entstand 1538 und stellt den hauptsächlichen Zugang zur Altstadt dar. Auf Arabisch heißt es al Halil (Hebron) Tor, da es auf den Weg nach Hebron führt. Neben dem Eingang liegen hinter einem Eisenzaun zwei türkische Gräber.  Der Überlieferung zufolge sind hier die beiden Ingenieure bestattet, denen im Auftrag von Suleiman der Bau der Mauer oblag.

Das Goldene Tor 
Dies ist eines der wichtigsten Tore, da es für alle drei Religionen – Judentum, Christentum und Islam – eine besondere Bedeutung besitzt. Der jüdischen Tradition zufolge wird der Messias durch dieses Tor in die Stadt Einzug halten. Seit Hunderten von Jahren ist dieses Tor versiegelt, und es heißt, dass es sich bei der Ankunft des Messias und der Auferstehung der Toten auf wunderbare Weise öffnen wird.

Das Löwentor
Entlang des östlichen Teils der Wälle gewährt das Löwentor Zugang zur Via Dolorosa. Das Tor erhielt seinen Namen wegen der beiden Löwen, die zu beiden Seiten Wache halten. Suleiman der Prächtige baute dieses Tor, nachdem er geträumt hatte, er werde von Löwen gefressen, wenn er keine Stadtmauer um Jerusalem errichte, um dessen Bewohner zu schützen.

Das Blumentor
Dieses Tor ist auch als Herodestor bekannt und führt ins moslemische Viertel und die Basare der Altstadt. Der Name beruht auf der arabischen Bezeichnung Bab el Zahira, eben Blumentor.

Das Mist Tor 
Dieser seltsame Name beruht auf der Annahme, dass der Abfall vom Tempel durch dieses Tor aus der Stadt geschafft wurde. Dieser Eingang führt direkt zur Klagemauer.

Das Neue Tor
Dies ist das einzige Tor, das nicht zu der ursprünglichen Struktur aus dem 16. Jahrhundert gehört.

Zum Pflichtprogramm bei einem Altstadtbesuch gehört die Visite der Grabeskirche, der Kirche Santa Anna, und natürlich die Via Dolorosa.
Auch als Kreuzweg bezeichnet man die Via Dolorosa (‚schmerzensreiche Straße‘) in Jerusalem, die den Leidensweg Jesu Christi darstellt.

Garten Gethsemane
Im Garten Gethsemane hat der Besucher durch den sehr regen Betrieb nur wenig Gelegenheit sich zu besinnen, vor allem nicht während der Hauptreisezeit im Frühjahr und Herbst. Gegenüber dem Eingang befindet sich ein kleines Wäldchen von uralten Olivenbäumen.

Der Weg zurück in die Altstadt ist recht beschwerlich er führt etwa 800m ziemlich steil bergauf. Natürlich kann man sich ein Taxi leisten aber die Preise sind recht unverschämt.

Der Zionsberg
Unmittelbar in der Nähe der Altstadt liegt eine weitere Stätte, die insbesondere christliche Pilger anzieht – der Zionsberg. Hier hat Jesus seine Jünger zum Abendmahl versammelt. Schon im 4. Jahrhundert haben Menschen diesen Ort als heilige Stätte verehrt. Als aber die Kreuzfahrer diesen Ort erreichten, fanden sie nur ein verfallenes Gebäude vor. Deshalb errichten sie an dieser Stelle ein neues Haus. Der Abendmahlsaal ist mit Gewölben und gotischen Säulen geschmückt, und in einer Ecke sieht man eine kleine Gebetsnische, die von Sultan Suleiman dort gebaut wurde. Neben dem Abendmahlsaal ist die Kirche der Benediktinerabtei Dormitio Sanctae Mariae einen Besuch wert. Ganz in der Nähe findet man auch noch ein weiteres Grab, das von Oskar Schindler, einem deutschen Unternehmer, der mehr als 1200 jüdische Zwangsarbeiter, die während des Nationalsozialismus in seiner Fabrik arbeiteten, vor dem Tod rettete.

Die Klagemauer
In der Altstadt von Jerusalem finden sich viele religiös bedeutsame Stätten, die bei keiner Reise durch Israel fehlen dürfen. Eines dieser unbedingt sehenswerten Highlights ist die Klagemauer am Tempelberg in der Altstadt Jerusalems. Die heiligste Stätte des Judentums blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück und wird tagtäglich von zahlreichen Gläubigen besucht, die vor Ort Gebete sprechen.

Montags und donnerstags findet die Bar Mitzwa oder Bar-Mizwa für Jungen und für Mädchen die Bat Mitzwa oder Bat Mizwa statt. Sie bezeichnet im Judentum die religiöse Mündigkeit. Jungen erreichen sie im Alter von dreizehn Jahren, Mädchen im Alter von zwölf Jahren.

Dienstag, 05.02.

Heute geht es zum Toten Meer.
Das Tote Meer grenzt an Israel, das Westjordanland und Jordanien und ist ein Salzsee, dessen Ufer mehr als 400m unter dem Meeresspiegel liegen, dem niedrigsten Punkt auf trockenem Land. Dank seines berühmten hypersalinen Wassers fällt es Menschen leicht, auf der Oberfläche zu treiben. Der sehr mineralreiche schwarze Schlamm wird für therapeutische und kosmetische Behandlungen in den Urlaubsorten des Gebiets genutzt. In der umgebenden Wüste liegen zahlreiche Oasen und historische Stätten.

Ja, es stimmt wirklich man kann auf dem Rücken liegend im Wasser Zeitung lesen! Der Grund: Das Wasser des Toten Meeres hat einen besonders hohen Salzgehalt. Er liegt bei mehr als 37%. Genau dieser Salzgehalt sorgt aber auch dafür, dass nichts unter seiner Oberfläche leben kann, von einigen Bakterienstämmen einmal abgesehen. Das Gewässer trägt seinen Namen also zu Recht.

Als badehungriger Tourist darf man nicht allzu unbedarft ins Wasser gehen, sondern muss man vielmehr ein paar grundlegende Regeln beachten. Schlimmstenfalls ist sonst nicht nur das Meer tot, sondern auch der Tourist.

Ein Ausflug in den südlich liegenden Gebieten gibt uns schon einen Eindruck von der ausgedehnten Wüste Negev.

Masada Nationalpark

Masada ist ein isolierter Tafelberg, zu deren Ausgrabungsstätte heute eine Seilbahn hinaufführt.
Auf dem Berg wurde im Auftrag von König Herodes etwa zwischen 40 v. Chr. und 30 v. Chr. eine Festung erbaut. Zu ihrer Zeit galt sie als uneinnehmbar. Herodes ließ um das Plateau eine Kasemattenmauer mit fast 40 Türmen anlegen. Innerhalb der Festungsmauer ließ er eine große Zahl weiterer Gebäude bauen, unter anderem Lagerhäuser, Pferdeställe, eine Kommandantur, Unterkünfte, Badehäuser, Schwimmbecken und Paläste, darunter den über mehrere Stufen in den Berghang hinein geschlagenen Nordpalast. Er bietet eine großartige Aussicht über die Judäische Wüste und mit seiner Nordausrichtung die klimatisch günstigste Position am Berg im Sommer. Der Palast war aus Kalkstein erbaut und mit Wandmalereien und zahlreichen Mosaiken ausgestattet. Auf seiner Ostseite lag das königliche Badehaus.

Um die Wüstenfestung verteidigen zu können, wurden große Nahrungsvorräte angelegt und am nordwestlichen Hang zwölf Zisternen gegraben, die mehrere zehntausend Kubikmeter Regenwasser speichern konnten. Das Wasser wurde durch zwei Aquädukte herangebracht. Es diente als Trinkwasser, wurde aber auch für die Schwimmbecken und Badehäuser genutzt.

Nach dem Tode von Herodes war hier eine römische Garnison stationiert.
Der jüdisch-römische Historiker Flavius Josephus überliefert die Belagerungsgeschichte Masadas in seiner Geschichte des jüdischen Krieges. Masada  wurde zum Symbol des jüdischen Freiheitswillens.

Nicht weit von Masada entfernt liegt die Oase En Gedi. Sie wird gespeist durch die Wasser der Judäa berge rings um Jerusalem und es entwickelte sich eine besondere Flora und Fauna.

Mittwoch 06.02.

Heute wollen wir die Altstadt noch einmal besuchen und unsere Eindrücke vertiefen.  In keiner anderen Stadt liegen Geschichte und Moderne so nah beieinander und treffen so viele Traditionen, Kulturen und Religionen auf engstem Raum zusammen. Nicht umsonst zählt diese Stadt seit 30 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Auf unserer Rundtour trafen wir auf zentrale Stätten der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Abends erreichen wir ziemlich erledigt wieder unser Hotel.

Donnerstag, 07.02.

Heute geht es wieder zurück ins kalte Deutschland. Eine Woche voller schöner Erlebnisse liegt hinter uns. Wir vermissen das schöne Wetter mit Temperaturen bis zu 30° C im Februar.