Rom

Die „Ewige Stadt Rom“ –  auf sieben Hügeln erbaut – über Silvester erleben, das ist ein tolles Erlebnis. Nach unserem Flug nach Rome – Fiumicino. Aeroporto Leonardo da Vinci erreichten wir unser Hotel nach einer Fahrt mit dem Taxi. Es lag etwas außerhalb, so dass wir täglich mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren sind.

Der Sage nach soll Romulus die spätere Hauptstadt des römischen Imperiums am 21. April 753 v. Chr. gegründet haben.

Unsere Erkundungstour führte uns direkt gleich ins Forum Romanum. Es ist eine beeindruckende historische Ausgrabungsstätte des antiken Roms mit Tempelresten und Überbleibseln historischer Orte. Es ist das älteste römische Forum und war Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens.
Von hier aus besuchten wir den Palatin, einen der sieben Hügel Roms mit seinen Palastanlagen. Hier bot sich ein schöner Ausblick auf Forum Romanum und Pferderennbahn Circus Maximus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Circus Maximus war der größte Circus im antiken Rom mit einer Gesamtlänge von 600 Metern und einer eine Breite von 140 Metern und soll über bis zu 250.000 Plätze verfügt haben. Er wurde für Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen und Wagenrennen genutzt. Heute ist er eher eine Wiese.

Weiter führte unser Weg ins Colosseum – der Geschichtsunterricht von damals war noch in Erinnerung. Es war schon sehr beeindruckend dieses über 2000 Jahre alte Bauwerk aus der Nähe zu besichtigen. Erstaunlich wie gut viele Teile noch erhalten sind. Ob unsere Bauten auch diese Zeit überstehen würden? Das Colosseum ist das größte, heute noch existierende Amphitheater und Vorbild aller modernen Stadien. Es fasste bis zu 60.000 Besucher, die die oftmals brutalen Veranstaltungen begeistert verfolgten. Von hier aus war der Weg nicht mehr weit bis zum Lateranpalast mit der Basilika S. Giovanni.  Einst wurden hier die Päpste in ihr Amt eingesetzt. Kaiser Konstantin ließ hier die erste christliche Basilika in Rom errichten. Die Basilika war die offizielle Residenz des Papstes bis zum Exil in Avignon 1309. Bis 1870 wurden die Päpste hier gekrönt. Auch heute noch nimmt der Papst hier am Gründonnerstag die Zeremonie der Fußwaschung vor. 

Die Caracalla-Thermen sind antike Badeanlagen der Stadt Rom. In den Ruinen der riesigen Thermenanlage des Kaisers Caracalla finden heutzutage Freiluft-Opernaufführungen statt. Zum Abschluss des Tages begaben wir uns zum Monument Vittorio Emanuele II. Vittoriano ist das Nationaldenkmal in Rom, das dem ersten König des neugegründeten Königreichs Italien,       gewidmet ist. Die sog. Schreibmaschine wurde aus weißem Marmor gebaut und hat eine schöne  Aussichtsterrasse. Doch auch wenn man nicht mit dem Glasaufzug hochfahren möchte, bietet die  untere, kostenlose Aussichtsplattform einen schönen Blick. Bei einem gemütlichen Cappuccino ließen wir es uns gut gehen.

Nach der Stärkung waren die Trajansmärkte unser Ziel. Sie sind eine Ansammlung antiker Bauten im Zentrum Roms, verfügten über sechs Stockwerke, deren Fassade halbkreisförmig angelegt wurden und war ein Handelsort des öffentlichen Lebens mit Gaststätten und Läden. Heute befindet sich in den Trajansmärkten das Museo dei Fori Imperiali. Auch der Campo de Fiori ist nicht weit entfernt.  Der Marktplatz mit täglichem Verkauf ist  umgeben von Handwerkergässchen. An lauen Sommerabenden ist der Campo de‘ Fiori zu empfehlen – hier trifft sich die Jugend Roms.

 

 

 

 

 

 

 

Wer noch nicht müde ist reist mit uns weiter zum Pantheon. Von den Römer erbaut auf dem Marsfeld im Jahre 128, war das Pantheon vermutlich ein allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum. Der beeindruckende Rundbau, der als Tempel erbaut wurde, dient seit 608 als christliche Kirche. Das Pantheon ist überwölbt von einer Kuppel, die als obere Öffnung einfach ein kreisförmiges Loch hat. Die Kuppel des Pantheons war bis 1881 die größte Kuppel der Welt.

 

 

 

 

 

 

Auf einem Bummel über die Piazza Navona – einem der größten Plätze Roms kommt man u.a. am Vierflüsse-Brunnen von Bernini vorbei. Souvenirläden und Cafés laden die Touristen ein. Hinter der Piazza Navona findet man nette Kneipen und Bars – die Preise sind allerdings nicht ganz ohne!

Ein Abstecher führt nun zur Fontana di Trevi. Wer in diesen Brunnen rückwärts eine Münze hineinwirft, kehrt nach der Legende wieder nach Rom zurück. Wer zwei Münzen hineinwirft, kommt nach Rom zurück und verliebt sich dort. Und wer drei Münzen im Brunnen lässt, wird zusätzlich auch noch in Rom heiraten. Wer keine Münzen hineinwirft kann dennoch im stets dichten Gedränge in die Tasche gegriffen bekommen. Seit neuestem ist das Einwerfen von Münzen verboten, was aber niemanden wirklich stört.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Spanische Treppe ist eine der bekanntesten Freitreppen der Welt und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms. Sie gilt als beliebter Treffpunkt für Touristen. Die ab 1723 erbaute Treppe oberhalb der Piazza di Spagna hat insgesamt 136 Stufen. Die Gegend am Fuß der Treppe wurde zum luxuriösen Einkaufsbezirk.  Zeugen der internationalen Künstlergemeinschaft, die im 18. und 19. Jahrhundert hier lebte, findet man in Tea-Rooms.

 

Geht man weiter, gelangt man zu einem der berühmtesten Plätze, der Piazza del Popolo.
Hier sollte eigentlich unsere Silvesterfeier stattfinden. Da aber eine Naturkatastrophe passiert war, fiel sie leider aus.

Ein weiteres Tag brachte uns die päpstlichen Mauern näher. Man sollte dafür schon mindestens einen ganzen Tag einplanen. Über die Ponte San Angelo erreicht man die Vatikanstadt.
Vatikan:  Sitz der römisch-katholischen Kirche, ist Standort des Petersdoms und der Vatikanischen Museen, in denen Meisterwerke wie die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle beheimatet sind.

Die Basilica San Pietro (Petersdom) ist für Jahrhunderte die größte christliche Kirche und Hauptkirche der katholischen Kirche. Im Innern finden sich viele bedeutende Kunstwerke, wie etwa die Pietà von Michelangelo. Auch die Gruft, in der viele Päpste beerdigt liegen, kann kostenlos teilweise besichtigt werden Der wohl schönste Aussichtspunkt von ganz Rom befindet sich auf der Kuppel des Petersdoms. Der Aufstieg zur Kuppel mit Rundblick über die Stadt ist allerdings kostenpflichtig, ebenso wenn man die ersten 200 der 520 Stufen mit dem Aufzug fahren will. Vor dem Eingang des Doms befindet sich der Petersplatz (Piazza di San Pietro).

In den Vatikanischen Museen sind die Kunstsammlungen des Vatikan zu sehen, die zu den bedeutendsten der Welt zählen.
In der Sixtinischen Kapelle haben namhafte Künstler der Renaissance mitgewirkt, u.a. Michelangelo, von dem das Fresko in der Mitte das Jüngste Gericht und ein Teil des Deckenfreskos stammen. Die Sixtinische Kapelle ist seit 1878 der Ort des Konklaves.

Die Vatikanische Gärten bilden mit etwa 200.000 m² Grundfläche fast die Hälfte des Vatikanstaates. Sie bestehen unter anderem aus verschiedenen Landschaftsgärten, den künstlerisch angelegten Barockgärten, Waldflächen, Wiesen und Bereichen, in denen Gemüse- und Obstanbau betrieben wird. In den Gärten befindet sich auch der Heliport des Vatikans.

Teile der Vatikanischen Gärten sind nach Voranmeldung im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Eine Ausnahme: Der Campo Santo Teutonico ist eine Hintertür in die Gärten des Papstes. Dieser ummauerte kleine Friedhof liegt etwa 70 Meter innerhalb der vatikanischen Mauern und genießt exterritorialen Status. Deutsche und Österreicher dürfen diesen Friedhof betreten. Den Pass zum Nachweis verlangt selten einer der Wachhabenden. Der Friedhof ist täglich von 7.00 bis 12.00 Uhr zugänglich. Die Anschrift lautet: Collegio Teutonico, Via della Sagrestia 17, I 00120 Citta del Vaticano, E-Mail: sekretariat@teutonico.va

Auf dem Rückweg passierten wir das Castel S. Angelo (Engelsburg). Ursprünglich errichtet als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian, wurde es im Mittelalter zur Fluchtburg der Päpste umgebaut und ist heute ein Museum des italienischen Staats. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Petersdom. Auch sollte man der Die Basilika Sankt Paul vor den Mauern einen Besuch gönnen. Sie ist eine der vier Papstbasiliken und damit auch exterritoriale Besitzung des Heiligen Stuhls, gleichzeitig ist sie auch eine der sieben Pilgerkirchen Roms. Der Basilika ist ein Kloster mit sehenswertem Kreuzgang angegliedert. Die Kirche steht nur wenige Meter von der Metrostation Basilica di San Paolo entfernt.

 

Ein weiteres Highlight ist das wohl ursprünglichste und authentischste Viertel der Stadt. Trastevere war eines der Arbeiterviertel, das Viertel der Ausländer, Juden und Randgruppen, Hübsch mit verwinkelten Gassen sowie vielen (auch günstigen) Kneipen und Restaurants ist Trastevere jenseits des Tibers im Südwesten der Stadt. Bei Straßenmusik, Jongleuren u.a. kann man hier bis spät in die Nacht flanieren. Von hier aus kommt man über die Tiber-Brücke Ponte Palatino wieder zurück auf die andere Seite.

Wer etwas mutig ist, besucht noch die Bocca della Verita. Sie ist ein scheibenförmiges Relief –  eine alte Brunnenabdeckung mit einem schauerlichen Gesicht. Wer als Lügner seine Hand in  diesen Mund steckt, dem wird sie angeblich abgebissen. Wir haben es probiert, die Hand blieb dran!
Zum Schluss durchquert man das ehemalige jüdische Viertel der Stadt.

Ein weiteres Muss in der heiligen Stadt ist wohl einmal entlang der Via Appia zu laufen. Man muss ja nicht gleich bis nach Brindisi zu Fuß gehen. Die Straße wurde bereits 312 v.Chr. unter dem Zensor Appius Claudius angelegt. Auf ca. 18 km ist noch teilweise das antike Pflaster erhalten, daher heißt dieser Teil auch Via Appia Antica. Hier fühlt man sich wirklich ein bisschen in die Zeit der alten Römer versetzt. Da die Straße nur schwer befahrbar ist, ist Autoverkehr selten.

Außerdem entdeckt man hier an jeder Ecke Katakomben, Aquädukte und Gräber In der Antike war die Bestattung von Toten innerhalb der Stadt verboten. Pinien, Zypressen und Villen säumen die Via Appia Antica.
Das Wetter war schön und wir machten uns natürlich auf den doch recht langen Weg zu den Katakomben. Sie gehören zu den ältesten Zeugnissen der Christenheit. Es sind unterirdische   Begräbnisstätten, wie sie in Rom teilweise bereits in vorchristlicher Zeit angelegt wurden. Im Mittelalter geriet diese Bestattungsform in Vergessenheit, sie wurden erst im 19. und 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Anfangs glaubte man, dass diese unterirdischen Gängen und Kammern als Versammlungsräume und Verstecke der frühen Christen dienten. Einige Katakomben lassen sich besichtigen.