Amsterdam

Amsterdam – die Metropole der Grachten 

Schon lange stand auf unserem Wunschzettel der Besuch der Stadt Amsterdam.

Amsterdam liegt in der niederländischen Provinz Nordholland, wo Amstel und IJ direkt hintereinander in das IJsselmeer münden. Der Hafen der Stadt ist durch den Nordsee – Kanal mit der Nordsee verbunden. Amsterdam ist für seine vielen Grachten weltberühmt. Der Name der Stadt leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse im Fluss Amstel ab; dort entstand ein Fischerort, der den Namen Amstelredam trug. Durch Fischerei und aufblühendem Handel mit Waren des alltäglichen Bedarfs entwickelte sich hier bis heute ein wichtiger Knotenpunkt im Welthandel, leider auch zum Zentrum des Drogentourismus in Europa.

Heute am 6. August 2019 beginnt unsere 4-tägige Reise. Wir buchten ein Hotel in Amsterdam Zuidoost am Stadtrand. Da das von einer jungen Crew geführte a&o Hotel nahe der S-Bahn liegt, bietet es für einen Kurztrip alle Möglichkeiten schnell und unkompliziert in die Innenstadt zu gelangen. Empfehlenswert ist es, ein Mehrtagesticket zu kaufen, um Fahrtkosten zu sparen. Das Auto jedenfalls bleibt stehen!

Keine Stunde nach der Ankunft sitzen wir in der S-Bahn und fahren zum Centraal Bahnhof. Das beeindruckende Empfangsgebäude vom Architekten Cuypers besteht aus rotem Backstein mit Dekorationen aus Naturstein und ist im Stil der Neo-Renaissance gehalten.

Das Viertel rings um das Bahnhofsgebäude ist zurzeit eine große Baustelle, aber trotzdem können wir problemlos die nächsten Ziele erreichen.

Vom Centraal Bahnhof gegen wir entlang von Damrak, Muntplein bis zum Dam. Ringsherum finden sich Boutiquen namhafter Designer und Shops, die nicht nur Käse verkaufen. Der Dam ist der zentrale Hauptplatz der Stadt und der bekannteste Stadtplatz der Niederlande. Er liegt im Zentrum des mittelalterlichen Stadtkerns und ist Standort zahlreicher Bauwerke von nationaler Bedeutung, wie z.B. der Königliche Palast oder dem alten gotischen Rathaus von 1657 überall begegnet uns die Flagge mit dem tripple X. Wir haben uns informiert und wissen jetzt, dass der Legende nach die drei Andreaskreuze Schutz vor Feuer, pest und Überschwemmungen bieten sollten.

Auf dem mehrtägigen Stadtrundgang kommen wir an sehenswerten Sakralbauten vorbei, z.B. die Basilika St. Nicolaus, Westerkerk, Nieuwe Kerk oder die Oude Kerk.

Der Nieuwmarkt, ein Platz und Wohnviertel in der Innenstadt von Amsterdam lädt mit zahlreichen Restaurants, Geschäften, Cafés, Bars, einem Warenmarkt und dem Rijksmonument zum Verweilen ein. De Waag, die historische Stadtwaage auf dem Nieuwmarkt, ist heute auch ein Restaurant.

Nun wird es Zeit für eine kleine Rast. Wir finden eine gemütliche Bar direkt an einer Gracht und genießen ein schönes kühles Bierchen.

Sehenswert ist der Begijnhof mit Almshäusern aus dem 14. Jahrhundert. Das Haus mit der Nummer 34 aus dem Jahr 1470 gilt als ältestes Holzhaus der Niederlande.

De Munt ist ein Turm im Zentrum von Amsterdam, der als Teil eines Stadttores zur ehemaligen Stadtmauer gehörte. Es gab ursprünglich zwei Türme und ein Wachhaus, die 1618 abbrannten. Man baute nur den westlichen Turm wieder auf. Der Turmstumpf erhielt einen achteckigen Aufbau mit einer offenen Turmhaube vier Zifferblättern und einem Glockenspiel.

Nun ist es Zeit für eine kleine Ruhepause bei traditionellen leckeren Fish&Chips.

Die Blauwbrug über den Fluss Amstel verbindet die aus westlicher Richtung kommende Amstelstraat mit dem Waterlooplein. Die bereits dritte Brücke an dieser Stelle verdankt ihren Namen einem Vorgängerbau, dessen Holzteile mit blauer Farbe lackiert waren.

Het Scheepvaartmuseum ist ein Schifffahrts- und Rijksmuseum für die Geschichte der Seefahrt. Seit 1973 befindet sich das Museum im Zeemagazijn, dem früheren Magazin der Admiralität Amsterdam. Außerhalb begutachten wir die Ausstellung der Segelschiffe und Schiffsteile aus vergangenen Zeiten.

NEMO ist ein Science Center in der Nähe des Hauptbahnhofes. Das Gebäude steht auf den Fundamenten des IJtunnels und wird oft mit einem Schiff verglichen. Das Dach ist ein beliebter Treff- und Aussichtspunkt. Picknicke sind ausdrücklich erlaubt. Die Ausstellung auf vier Ebenen aus allen Wissenschaftsbereichen ist besonders für Kinder interessant, da im Vordergrund Experimente zum Anfassen sowie technische und biologische Aufklärung stehen.

Das Rijksmuseum Amsterdam ist ein Nationalmuseum am Museumplein. Das Museum ist den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Es verwahrt eine große Sammlung der niederländischen Malerei des 16.-19. Jahrhunderts, unter anderem Rembrandts Nachtwache, und eine umfassende Sammlung asiatischer Kunstobjekte und Artefakte zur niederländischen Geschichte. Wer sich näher mit der Geschichte beschäftigen möchte, sollte diesem Museum einen Besuch abstatten.

Das Museum Het Rembrandthuis ist ein Kunstmuseum im ehemaligen Wohnhaus von Rembrandt van Rijn. Hier werden Radierungen Rembrandts, Gemälde seiner Zeitgenossen und eine Rekonstruktion der Hauseinrichtung zu Rembrandts Lebzeiten ausgestellt. Der Flohmarkt auf dem Waterlooplein liegt in der Nähe und ist deshalb unser nächstes Ziel, leider aber etwas enttäuschend.

Nationale Opera en Ballet ist ein Theatergebäude an der Waterlooplein, das eigens für die Aufführungen von Opern, Balletten, aber auch anderen Gattungen des Musiktheaters gebaut wurde. Den neuen Namen trägt das Gebäude seit 2014 nach dem Zusammenschluss von Het Muziektheater, De Nederlandse Opera und Het Nationale Ballet.

Auf unserem Weg zum Blumenmarkt machen wir einen Gruselhalt im Amsterdam Dungeon. In der Straße Rokin liegt das kleine versteckt liegende Museum mit Theatervorstellung. Mit viel Liebe zum Detail werden die wechselvollen Ereignisse in der Geschichte der Stadt nachgestellt.

Der Bloemenmarkt an der Singel ist der bekannteste schwimmende Blumenmarkt. Tausende Touristen quälen sich täglich durch die engen Markstände, um preisgünstig Blumenzwiebeln zu erwerben. So natürlich auch wir, mit einer kurzen Verschnaufpause bei einem Cappucino.

Für die Fans des Nachtlebens bieten sich der Rembrandtplein und Leidseplein an. In zahlreichen Theatern, Kinos sowie vielen Restaurants und Gaststätten können sich die Ausgehhungrigen amüsieren. In der Nähe des Leidseplein befinden sich Diskotheken und das Holland Casino für Glücksspieler. Die Stadsschouwburg ist ein traditionsreiches Theater. Koninklijk Concertgebouw ist der Name eines berühmten Konzerthauses.

Auch wir lassen uns hier ein schmackhaftes Spareribs -Gericht im All-You-Can-Eat-Restaurant schmecken. Dazu passt heute bei den Sommertemperaturen eine kühle Pint Bier, insgesamt für 2 Personen für 20€.

Von hier aus führt unser Weg schnell in bekannte Einkaufsstraßen und zum nahe gelegenen Vondelpark.

Der Vondelpark, der bekannteste und zweitgrößte Park, wurde im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und lädt zum Entspannen ein. Straßenmusiker und Familien bevölkern den schön angelegten Park.

Nach einem ausgiebigen Abendbrot auf dem Nieuwmarkt begeben wir uns in einen der ältesten Stadtteile, in den Rotlichtbezirk De Wallen. Er ist besonders dafür bekannt, eines der ersten Gebiete in der Welt zu sein, wo die Prostituierten legal arbeiten und organisiert sind. De Wallen wird vom angrenzenden Chinatown-Viertel umschlossen.

Neben Coffeeshops sind besonders die Koberfenster interessant. So bezeichnet man die Schaufenster von Bordellen, in denen sich Prostituierte anbieten. Kobern bezeichnet das sichtbare Warten einer Prostituierten, die Ausschau nach Freiern hält.

Das Hash Marihuana & Hemp Museum liegt auch im Rotlichtviertel. Das Museum besitzt viele Objekte, unter anderem zu Themen wie: Verwendung von Cannabis, Pfeifen, Gebrauch in der modernen Medizin, Werkzeuge der vorindustriellen Hanfverarbeitung.

Quelle WP

Eine Grachtenfahrt darf selbstverständlich nicht fehlen. Wir finden einen Anbieter gleich in der Nähe und mieten uns für 2 Stunden und ca. 20€ inklusive Getränke ein. Die Fahrt durch die Kanäle ist sehr romantisch und entspannend, da wir ja doch schon einige Kilometer zurückgelegt haben. Die alten sehr gut erhaltenen Häuser der wohlhabenden Kaufleute entlang der Grachten sind sehr eindrucksvoll und zeugen vom Reichtum der alten See- und Handelsstadt.

Der Amsterdamer Grachtengürtel ist ein System von Kanälen und gilt als beispielhafte Baukunst des Goldenen Zeitalters, das Amsterdam den Beinamen „Venedig des Nordens“ einbrachte. Entlang der Kanäle sehen wir hübsch gestaltete Hausboote mit ihren Dachgärten. Da lässt es sich bestimmt gut wohnen, wenn man die Kosten beiseite schiebt.

Die Herengracht ist die innerste der drei zum Amsterdamer Grachtengürtel gehörenden, konzentrisch um die Altstadt Amsterdams herum im 17. Jahrhundert angelegten Grachten. Wie bestellt, baggert heute ein Schiff die Gracht aus, um Unrat wie Fahrräder, sogar E-Scooter aus dem Kanal zu bergen. Es ist schon erstaunlich, wie viel sich innerhalb eines Jahres hier ansammelt.
Die Keizersgracht ist die mittlere der drei Hauptgrachten. Sie umschließt den mittelalterlichen Stadtkern halbkreisförmig im Westen und Süden.
Die Prinsengracht ist die äußerste, von der Amsterdamer Altstadt am weitesten entfernte und mit 3,2 Kilometern längste Hauptgracht.
Hier im Haus Nummer 263 lebte einst die Familie der Anne Frank. Ein Museum erinnert an die leidvolle Geschichte der Familie.

Die Magere Brug ist eine der wenigen noch erhaltenen hölzernen Holländerbrücken über den Fluss Amstel im Zentrum von Amsterdam. Sie verbindet die Ufer der Amstel  zwischen der Keizersgracht und der Prinsengracht. Die Magere Brug ist eine Ziehbrücke.
Die Bloemgracht ist auch als eine der eindrucksvollsten Grachten in Amsterdam bekannt. Er ist ein kurzer Kanal in der Innenstadt, zwischen der Prinsengracht und der Lijnbaansgracht liegend. Die Grachtenhäuser aus dem 17. Jahrhundert sind aufgrund ihrer besonderen Bauweise ein beliebtes Touristenziel.

Nun geht unsere Stadterkundung dem Ende zu. Mit der S-Bahn fahren wir wieder in Richtung Zuidoost und kommen auch an der Johan-Cruyff-Arena vorbei. Das Fußballstadion von Ajax Amsterdam bietet mehr als 50000 Zuschauern Platz.

Fazit: eine sehr gelungene Reise bei schönem Sommerwetter und mit vielen interessanten neuen Eindrücken. Amsterdam ist in jedem Fall eine Reise wert.