Tag 9 & 10 Pushkar und Deshnok

Pushkar – Deshnok

Nach dem Frühstück ging es gut gelaunt auf den Weg nach Pushkar (die weiße Stadt). Pushkar ist in einigen Kreisen bei uns bekannt als Stadt für Aussteiger Rastalocken und Haschisch. Der bekannte, charakteristische Duft nach „Gras“ wehte uns häufig entgegen.  Bhang und Ganja gelten als heilige Produkte und sind voll integriert.

Pushkar ist eine zauberhafte Stadt am Rande der Thar-Wüste. Einmal im Jahr gibt es einen riesigen Kamelmarkt. Dann ist es in Pushkar völlig überfüllt und die Preise schießen in die Höhe. Der Ort ist voller Shops die bunte Klamotten, Tücher, Trommeln und 1000 andere Dinge zum Kauf anbieten.

An den Ghats am Heiligen See kann man hervorragend meditieren. Achtung wichtig! Vor dem Betreten eines Ghats, es gibt an dem See mehr als 50 davon, unbedingt die Schuhe ausziehen. Auch Rauchen ist verboten.

Vorsicht, jede Menge selbsternannte Hilfsprediger wollen den Besucher segnen und erwarten als Gegenleistung Bares.

Ein Besuch des Sheer Brahma Tempel, der einzige Brahma – Tempel der Welt lohnt sich immer.   Der Sage nach hat Brahma einen Dämon besiegt, der harmlose Sterbliche gequält hat.

Pushkar hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Der Besuch dieser Stadt gehört unserer Meinung nach zum Pflichtprogramm einer Indien – Reise.

Die Nacht verbrachten wir im Heritage Hotel Pushkar Fort

 

 

Karni-Mata-Tempel (Hindi: करणी माता मंदिर)

Am folgenden Morgen ging es weiter nach Bikaner (ca. 260 km). Allerdings machten wir einen Abstecher nach Deshnok mit vielen kleinen Tierchen

Wir können nicht sagen was amüsanter war, die vielen Ratten oder die Touristen die zum Teil wie versteinert zwischen all den Tierchen standen. Socken nicht vergessen wenn sie nicht ganz barfuß durch den Tempel gehen wollen. Futter haben die Ratten mehr als reichlich. Die Tierchen sterben wohl eher überfressen als zertreten. Wirklich ein ganz spezieller Ort, sicherlich nichts vor Leute mit Angst für Ratten.
Wir hatten den Tempel kaum betreten und schon trat ich auf eine Ratte. Die Ratte quiekte, ich hatte mich dermaßen erschrocken, dass auch ich ähnliche Töne wie das Tier von mir gab. Zum Glück war es der einzige Zwischenfall dieser Art der mir passierte.
Während unserer Besichtigung hatten wir das Glück eine Trauung im Tempel zu sehen. Es war schon sehr bizarr das Brautpaaar in trauter Gemeinsamkeit mit den Bewohnern des Tempel beim gemeinsamen Essen zu sehen.
Die Geschichte des Tempels reicht etwa 600 Jahre zurück. Der Zugang ins Allerheiligste ist nur den Hindus erlaubt. Unter dem goldenen Baldachin befindet sich die Statue von Karni Mata. Davor werden den Ratten Speisen und Wasser in silbernen oder bronzenen Schalen serviert. Nach groben Schätzungen leben etwa 20.000 Ratten in dem Tempel. Die Hindus unterscheiden die Ratten im Tempel und außerhalb des Gebäudes. Während die Ratten im Tempel als heilig angesehen werden, werden die Ratten außerhalb als Schädlinge gesehen. Die Gläubigen essen von den Speisen und trinken Wasser oder Milch aus den Schalen, von denen zuvor die Ratten gegessen oder getrunken haben.