Tag 7 & 8 Jaipur

Die anschließende Fahrt brachte uns nach Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans. Eine quirlige Stadt voller Menschen, Tuk-Tuks, Kühen und Autos. Wir blieben für die nächsten beiden Nächte im Hotel Bissau Palace. Ein wunderschönes Hotel mit einer gemütlichen Lobby zum ausspannen. Wlan gab es kostenlos in der Lobby. Die Zimmer waren unterschiedlich sowohl in der Größe als auch in der Ausstattung aber durchweg gut. Das Essen war sehr gut. Personal sehr zuvorkommend.
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Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu dem prächtigen, etwas außerhalb liegenden Amber Fort. Auf dem Weg dorthin fuhren wir am Palast der Winde vorbei. Der Palast der Winde ist das Wahrzeichen der Stadt die wabenartige Fassade mit ihren 953 kleinen, vergitterten Fenstern besteht aus rotem und rosa Sandstein mit Verzierungen aus Branntkalk. Der Palast wird von der Rückseite aus betreten. Wir waren erstaunt, nicht etwa ein verschwenderisch gestaltetes Gebäude zu finden sondern nur einen Innenhof mit Rampen und Treppen die zu den Emporen führen.  Der Maharadscha Sawaj Pratap Singh (1778-1803) ließ das Gebäude 1799 als Teil des Stadtpalastes errichten, um seinen Hofdamen die Möglichkeit zu geben, das Geschehen auf der Straße zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden.

Über eine kurvenreiche Strecke am Amber Fort angekommen, unternahmen wir eine Jeeptour zu der gewaltigen Wehranlage. Wir hätten zwar auch per Elefantentaxi zum Fort hinauf reiten können, aber mit dem Jeep ging es doch schneller. Vor der Festung parkte unser Fahrer auf einem chaotisch vollem Parkplatz in einem Rudel identisch aussehender Jeeps. Wir hatten die leise Befürchtung unseren Jeep nie wieder zu finden. Wir fanden ihn wieder, soviel sein schon jetzt verraten. Die Anlage ist wirklich sehenswert, man kann wenn man will, mehrere Stunden durch die Festung laufen und sich an der Architektur und den ausgestellten Kunstwerken erfreuen.                                                                                                                                                                              

 

Bei einem Stadtbummel, der uns durch das Gewühl führte, sahen wir zum ersten Male einen Schlangenbeschwörer.  Die Kobra wendet sich der Flöte zu. Und das nicht, weil ihr die Musik gefällt, sondern weil sie sich bedroht fühlt.
Wir halten diese Art der Vorführung vielleicht für Tierquälerei, die Schlangenbeschwörer können diese Vorwürfe nicht verstehen, sie sagen, wir kümmern uns um die Schlangen, füttern und pflegen sie. Wir überlassen dem geneigten Leser die Entscheidung.

Im Anschluss besichtigten wir den aufwendig gestalteten Stadtpalast sowie das Observatorium Jantar Mantar, eine historische astronomische Sternwarte des Maharajas Jai Singh II.

Beim ersten Hinsehen glaub man, das Observatorium sei nichts anderes als eine seltsame Sammlung von Skulpturen. In Wirklichkeit hat jede einzelne Konstruktion einen bestimmten Zweck. Zum Beispiel wurden hier die Positionen der Sterne gemessen. Das bemerkenswerteste Instrument ist wohl die Sonnenuhr mit dem 30 m hohen Sonnenhöhenanzeiger. Durch sie wird ein Schatten erzeugt, der pro Stunde bis zu vier Meter wandert. Die Genauigkeit ist beachtlich, denn die Sonnenuhr zeigt die Ortszeit von Jaipur an.

Es bestand die Möglichkeit gegen Gebühr eine  Heißluftballonfahrt  zum Sonnenaufgang über das Amber Fort zu machen Allerdings haben wir darauf verzichtet (es war uns einfach zu früh am Morgen).

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Pushkar, unterwegs trafen wir auf eine seltsame Prouession ein gläubiger Hindu auf dem Weg zum Ganges: